Engelsblut - Junge Alte Songtext

Ich spiele Lieder am Klavier,
deswegen sitz ich neben dir.
Wir nehmen zum Spielen jede Hand.
Haben uns in Melodien verrannt.
Wir wissen beide nicht, wohin.
Eine Jugend ohne Sinn.

Alles, was wir immer warn,
hat sich jetzt längst festgefahrn.
Sich zu ändern wäre dumm,
wir sind nicht alt und auch nicht jung.

Schau mir doch mal ins Gesicht,
Falten habe ich noch nicht!
Doch sorglos bin ich auch nicht mehr,
so mancher Ärger macht den Alltag schwer.

Wir haben keine Schmerzen, doch es tut alles weh,
denn wir haben so wenig und so viel gesehn!
Wir hören laut und deutlich und sich doch halbtaub,
denn der Alltag hat uns unsren Sinn fürs Feine geraubt!

Das Leben ist so hart,
doch deine Finger sind noch zart,
man merkt dir oft nichts an,
ja, du lässt auch nur die Wenigsten an dein Inneres heran!

Ja, wir sollten uns mal eingestehn,
ja, so kann es jetzt nicht weitergehn!
Nein, wir schalten einen Gang zurück
und schon kommen wir nicht mehr mit!

Wir haben keine Schmerzen, doch es tut alles weh,
denn wir haben so wenig und so viel gesehn!
Wir hören laut und deutlich und sich doch halbtaub,
denn der Alltag hat uns unsren Sinn fürs Feine geraubt!

Schläfst du noch? Schläfst du immer noch?

Ohne mich! Ohne mich!

Mein Herz, dein Herz,
ohne Verstand!
Dein Herz, mein Herz,
so oft schon verkannt!
Wir sind auf der Überholspur des Lebens,
frontal gegen die Wand!

Wir haben keine Schmerzen, doch es tut alles weh,
denn wir haben so wenig und so viel gesehn!
Wir hören laut und deutlich und sich doch halbtaub,
denn der Alltag hat uns unsren Sinn fürs Feine geraubt!