Heinz de Specht - Senil Songtext

Ich stell d Tasse zrug uf s tablett, will si leer isch.
Ich ha nur gmeint si segi leer, jetz tropft de kafi uf mis pyjama, und uf em lintuech wachst en dunkelbrune mond.
Ich glaub ich druck jetz gschider uf de chnopf, da obe a mim bett, au wenns müehmsam isch und mir de schweiss uusbricht. Ich druck jetz uf de chnopf.

Wo d schwösterendlich chunt, streck ich ihre miin arm entgäge und säge, mami, es isch mer öppis abegheit.
Sie nimmt lächeln miini Hand und erklärt, sie heiss Svetlana und seg ned ned mini mueter und au das mit em kafi seg doch nöd so schlimm.
Dänn hilft sie mir uf d bei und setzt mich i de stuel mit de redli unedraa, wo immer neb de WC-Türe staht.
Und jetz fahrt sie mit mir is bad im zweite stock und ich schimpfe, weg de schwelle wo si eifach drüberine rollt.

Endlich senil, endlich senil.
Über d Jugend flueche. Und Brille sueche.
Endlich senil, endlich senil.
De ganze tag umeligge. Und s personal aafigge.
Endlich seniil.

Endlich senil, sis züg im heim verstreue
(Endlich senil), bim ässe nie meh choie,
Mit Assugrin drin bstelle, und chli vom chrieg verzelle.
De Rollator schliisse und bim jasse pschisse. Am Kurt is Hörgrät klatsche und d' schwöschter Ruth begrapsche.
Mauro Twuela wähle und s' Pissoir au verfähle. Vill geld ha zum vererbe und ewig lang nie sterbe. Alles zweimal säge, ja, alles zweimal säge. Endlich senil, Eendliich seeniil.

Ich stell d Tasse zrug uf s tablett, will si leer isch.
Ich ha nur gmeint si segi leer, jetz tropft de kafi uf mis pyjama, und uf em lintuech wachst en dunkelbrune mond.